Ein Fort aus der Barockzeit hat feinst verästelte, kilometerlange Minen- und Kommunikationsgänge (Poternen), deren Lüftungsschächte praktisch alle zugeschüttet sind. Öffnet man nun einen Eingang zum Fort, kann man diesen Teil belüften.

Aber wie kommt dann die Luft auch in die entlegensten Winkel? – Naja: Durch SIE!

Wenn Sie durch einen Gang gehen, verdrängen Sie die Luft darin – sie wandert nach außen und von dort ins Freie. Frische Luft aber fließt nach, wenn Sie die Gänge wieder verlassen. Nach diesem Kolben-Zylinder-Prinzip funktionieren unsere Verbrennungsmaschinen und auch unsere Forts lassen sich auf diesem Weg “beatmen”. Sie sind der Kolben, der den Zylinder – den Gang – belüftet. Vielleicht haben Sie es schon selbst bemerkt, wenn Sie durch einen Gang wanderten und einen Luftzug spürten, obwohl der Gang abgeschlossen war. Das war die verdrängte Luft, die an Ihnen vorbei nach außen strömte.

Und so sorgen regelmäßige Führungen für gute Luft im Untergrund.

Galeriengang – ©Mainzer Unterwelten e.V.